Bobo Siebenschläfer – eine neue Liebe


Bobo Siebenschläfer

 

Der Mausejunge hat ein neues Lieblingsbuch: Bobo Siebenschläfers neueste Abenteuer von Markus Osterwalder. Ich muss gestehen, dass es auf den ersten Blick nicht unbedingt zu meiner ersten Wahl gehörte. Meine Meinung habe ich mittlerweile aber völlig geändert. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.

Ich muss gestehen, dass ich in der Literatur auf Klassiker stehe. Das gilt auch für Kinderbücher. Und ich gebe zu, dass ich Bücher für den Mausejungen auch immer ein bisschen danach auswähle, wie viel Spaß ich beim Vorlesen haben könnte.

Mein erstes Kriterium erfüllt Bobo Siebenschläfer: das Buch gehört zu den absoluten Klassikern unter den Kinderbüchern. Mein zweites Kriterium wird nicht unbedingt erfüllt. Schlägt man das Buch auf, findet man viele Bilder, aber wenig Text. Das hat mich bis jetzt auch davon abgehalten, das Buch zu kaufen.

Da ich aber von vielen anderen Eltern schon gehört habe, wie toll die Kleinen das Buch finden, habe ich es ausprobiert. Das Ergebnis war, dass ich dem Mausejungen vier Geschichten in Folge vorlesen musste und er seit wir das Buch haben jeden Mittag nach der Kita eine bis mehrere Geschichten hören will. Er hat definitiv seine Liebe zu Bobo entdeckt.

 

Geschichten aus dem Alltag

 

Das Buch erzählt sieben Geschichten aus dem Alltag des kleinen Siebenschläfers Bobo, wie sie auch kleine Kinder erleben. Zum Beispiel feiert Bobo Geburtstag, geht Eis essen oder zum Kinderturnen. Am Ende jeder Geschichte schläft Bobo dann ein.

Die Geschichten sind aus der Sicht von Erwachsenen ziemlich ereignisarm, treffen aber genau den Erfahrungshorizont von Kleinkindern. Der Mausejunge teilt mir beim Vorlesen immer wieder mit, dass er seinen Alltag genauso erlebt. Er erzählt mir auch in entsprechenden Situationen, dass Bobo das auch schon erlebt hat. Am letzten Montag beim Kinderturnen war beispielsweise eine Station ähnlich aufgebaut, wie in der Geschichte “Bobo beim Kinderturnen”. Da zeigte der Mausejunge sofort auf die Geräte und rief laut “Bobo”.

Die kurzen Sätze sind für kleine Kinder sehr gut zu verstehen und helfen dabei, die Geschichten und Erlebnisse von Bobo nachzuvollziehen. Normalerweise kann man beim Mausejungen beobachten, dass er in Büchern das wiederkennt, was er selbst schon erlebt hat. Nach der Geschichte “Bobo baut eine Höhle” habe ich aber zum ersten Mal erlebt, dass er die Geschichte als Anregung benutzt hat und sich auch eine Höhle bauen wollte.

Die einfachen und prägnanten Texte werden sehr gut von den Illustrationen unterstützt. Das Konzept ist das gleiche: die Bilder sind ebenfalls sehr einfach, so dass die Kinder beim Vorlesen den gesprochenen Worten gut folgen können, enthalten aber so viele Details, dass es nicht langweilig wird.

 

Mein Fazit

 

Für Eltern ist Bobo Siebenschläfer definitiv nicht der größte Vorlesespaß!

Aber das muss es auch nicht sein. Ein Kinderbuch wird nun mal für Kinder geschrieben und da hat das Buch wirklich alles, was ein gutes Kinderbuch haben muss. Die Kinder erleben Geschichten aus ihrer Welt, die sie nicht überfordern, aber trotzdem einen Lerneffekt haben und die Fantasie anregen. Sie identifizieren sich mit dem kleinen Helden und lernen dadurch Empathie.

Und vielleicht steckt der schlafende Bobo am Ende der Geschichte die kleinen Zuhörer ja mit seiner Müdigkeit an!

 

Bobo Siebenschläfer

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2 Gedanken zu “Bobo Siebenschläfer – eine neue Liebe

  • Nathalie

    Mir ging es auch so. Ich fand Bobo erst ziemlich dämlich. Mein Mann weigerte sich ganz, das Buch vorzulesen. Aber mein Großer fährt darauf ziemlich ab. Mittlerweile ist er älter und hat andere Lieblingsbücher, aber mit 2 fand er es große klasse. Und für die Altersgruppe hat das dann auch seine Berechtigung…

    • Mausemama Beitragsautor

      Ich muss mich einfach immer wieder daran erinnern, dass das Bücher für Kinder sind. Und für die ist so ein Buch einfach sinnvoller, auch wenn es für mich langweilig ist.
      Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass der Mausejunge wirklich was dabei lernen kann. Und das ist ja die Hauptsache!