Die schrecklichen 7: Scharlach


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Auch Scharlach gehört glücklicherweise zu den Krankheiten, die wir noch nicht selbst erleben mussten. Aber in der Kita hängt schon seit einigen Tagen ein Zettel, der darauf hinweist, dass mal wieder Scharlach rumgeht.

Der Mausejunge zählt mit seinen zwei Jahren eigentlich noch nicht zur “Zielgruppe”, da Scharlach meistens zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr auftritt. Aber trotzdem ist es wichtig zu wissen, worum es sich bei dieser Krankheit handelt.

 

Welche Symptome gibt es?

Scharlach hat eine Inkubationszeit von zwei bis vier Tagen. Nach der Ansteckung geht es los mit Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen und einer Halsentzündung. Manchmal kommen auch Bauch- und Kopfschmerzen dazu.

Das Symptom, das aber am bekanntesten ist, ist eine meist ziemlich schmerzhafte Halsentzündung mit geschwollenen Mandeln. Den Kindern fällt dadurch natürlich das Schlucken ziemlich schwer. Die Zunge wird meist durch einen Belag ganz weiß, der dann aber verschwindet. Die Zunge sieht glänzend Rot aus, was die meisten wohl als Erdbeerzunge kennen.

Nach ein bis vier weiteren Tagen kann ein Ausschlag auftauchen. Dabei zeigen sich kleine rote Flecken, meist an den Achseln und Leisten

Das einzige Symptom, das immer vorhanden ist, ist die Halsentzündung. Alle anderen Symptome können, müssen aber nicht auftreten.

 

Was ist die Ursache für Scharlach?

Scharlach wird durch Bakterien ausgelöst, genauer durch Streptokokken. Sie werden durch Tröpfchen oder Kontaktinfejtion über Mund und Rachen übertragen, in manchen Fällen sogar über offene Wunden.

Auch gesunde Menschen können den Erreger unbemerkt in sich tragen und so andere anstecken.

An Scharlach kann man übrigens mehrfach erkranken.

 

Welche Medikamente gibt es?

Scharlach wird sehr konsequent mit Penicillin behandelt. Das Medikament sollte zehn Tage lang gegeben werden, damit die Erkrankung auch wirklich weg ist. Gegen Fieber kann wie immer Fiebersenker genommen werden.

 

Kann es Komplikationen geben?

Mit Scharlach können einige andere Krankheiten einhergehen: Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung oder sogar eine Lungenentzündung.

In seltenen Fällen kann es sogar zu einer Blutvergiftung kommen, wenn zu viele Erreger in die Blutbahn gelangen. Wenn hier auch nur der kleinste Verdacht besteht, sollte man sofort zum Arzt, denn ca. 30 Prozent der Fälle Enden tödlich.

In Folge einer Scharlach-Erkrankung kann es übrigens zu einem akuten rheumatischen Fieber kommen, da die gebildeten Antikörper mit körpereigenem Gewebe reagieren können. Das kann unter anderem zu Herzschäden führen.

Auch eine akute Nierenentzündung kann nach etwa zehn Tagen auftreten.

 

Die schrecklichen Sieben:

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Bindehautentzündung

Drei-Tage-Fieber

 

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