Ibiza mit Kind – Teil 1


Cala d'en Serra Blick

Das Wetter draußen wird schmuddelig und kalt und ich träume immer häufiger von unserem letzten Urlaub. Wir verbrachten etwas mehr als eine Woche mit dem Mausejungen auf Ibiza. Moment: Ibiza und Kinder – passt das denn? Ich war zunächst auch eher skeptisch, da ich noch nie zuvor dort war und mir die Insel eher als Party Hot Spot bekannt war. Aber ein Urlaub mit (Klein-) Kind funktioniert erstaunlich gut. Deshalb habe ich mich entschieden, hier einen kleinen Reisebericht zu schreiben.

Anlage Santa Eularia

Unsere Anreise mit dem Flugzeug war bis auf ein paar Kleinigkeiten überhaupt kein Problem. Genaueres dazu könnt ihr hier lesen. Endlich angekommen, nutzen wir den restlichen Tag, um uns in unserer Ferienwohnung in Santa Eularia einzurichten und die Umgebung zu erkunden. Santa Eularia liegt im Osten der Insel und ist als Ferienort für Familien bekannt. Da wir möglichst viel von der Insel sehen wollten, hatten wir uns schon von Deutschland aus ein Auto gemietet. Da Ibiza gerade mal 20 km breit und 40 km lang ist, hat man mit Auto die Möglichkeit, innerhalb von zwei Stunden die Insel einmal zu umrunden. Mit Kind ist das sehr angenehm, da auch für Ausflüge keine weiten Strecken zurück gelegt werden müssen.

Da die Reise für alle ziemlich anstrengend war, ging es früh ins Bett.

Cala d'en Serra

Am nächsten Tag machten wir uns mit unserem Leihwagen daran, die Insel zu erforschen. Ich bin kein Freund von großen und meist auch vollen Stränden und deshalb suchten wir nach einer etwas kleineren und abgeschiedenen Bucht. Im Norden Ibizas wurden wir fündig. Wir fuhren Richtung Portinatx und nahmen an irgendeiner Stelle einen Abzweig in eine eher unscheinbare Straße. Je weiter wir fuhren, umso schlechter wurde der Weg und wir waren  uns zunächst nicht sicher, ob er denn überhaupt irgendwo hin führen würde. Nach einer Kurve standen wir aber plötzlich an einer Steilküste und konnten das Meer sehen. Die Straße führte extrem steil nach unten und ich hatte ernste Bedenken, dass der Unterboden unseres Leihwagens diese Fahrt nicht überleben würde. Unten angekommen wurden wir aber absolut belohnt: Cala d’en Serra ist eine winzig kleine Bucht mit schönem feinem Sand, die ganz flach ins Wasser führt. Absolut ideal für Kinder! Für die elterliche Entspannung sorgt eine kleine Hütte, die leise Lounge-Musik spielt und an der man sich mit Sandwiches, Getränken und warmen Gerichten stärken kann. Hier verbrachten wir dann auch unseren restlichen Nachmittag (der Mausejunge machte hier sogar ein Schläfchen am Strand).

Am nächsten Tag beschlossen wir, uns einen Tag in einem richtigen Beachclub zu gönnen. Diese findet man auf Ibiza wirklich alles naselang, allerdings sollte man sich bei einer eher schmalen Reisekasse überlegen, ob man sich die relativ teueren Gebühren für Liegen und Sonnenschirm wirklich leisten möchte. Wir bezahlten beispielsweise für eine Cola, ein Wasser, einen Burger, zwei Liegen und einen Sonnenschirm 60 €. Zwei tolle Beachclubs gibt es an der Cala d’es Jondal im Süden Ibizas: zum einen den etwas schickeren Blue Marlin Beach Club, zum anderen den Tropicana Beach Club. Wir entschieden uns für den zweiten, da der Mausejunge an diesem Tag keine besonders gute Laune hatte und wir uns in zu elegantem Ambiente mit ihm nicht wohl gefühlt hätten. Die Cala d’es Jondal hat leider einen Kiesstrand und führt sehr steil ins Wasser. Direkt am Beachclub gibt es zwar einen Steg, der den Einstieg erleichtern soll, allerdings war es ziemlich windig und die Strömung wohl sehr stark, sodass es extrem hohe Wellen hatte. Ich wagte mich kurz ins Meer, für Kinder ist der Strand allerdings nicht wirklich das Richtige.

Cala Jondal

Nachdem der Mausejunge schon den ganzen Montag über schlimme Wutanfälle hatte, die sich zum Abend hin auch noch steigerten, verbrachten wir den Dienstag hauptsächlich am Pool in unserer Anlage und gingen abends nur kurz zu einem Italiener um die Ecke.

Hippiemarkt Yogi

Am Mittwoch war die Laune schon wieder besser. Wir nahmen einen “klassischen” Touri-Programmpunkt in Angriff und machten uns auf den Weg zum Hippiemarkt in Punta Arabi. Der findet schon seit 35 Jahren jeden Mittwoch auf dem Gelände des Club Punta Arabi statt und ist mit ca. 500 Ständen der größte Hippiemarkt auf Ibiza. Für Kinder ist das bunte Treiben wirklich spannend. Den Mausejungen faszinierten vor allem die vielen Musikgruppen mit Trommeln, Didgeridoos und anderen ungewöhnlichen Instrumenten. Ein großer Teil des Marktes ist mittlerweile sehr kommerziell, aber man findet doch immer wieder Stände, die Besonderes anbieten. Wir machten Halt beim Stand der Marke Cloud9 Ibiza. Hier gibt es bunte Mode mit Vintage-Einfluss und absolut tragbarem Design. Der Shop ist übrigens auch bei DaWanda vertreten.

Hippiemarkt Cloud9

 

Hippiemarkt

Nach dem bunten Treiben auf dem Hippiemarkt ruhten wir uns in einem hübschen Café mit Pool in der Nähe aus und verbrachten den restlichen Nachmittag an der Cala de Sant Vicent. Hier schreckten mich zunächst die drei großen Hotels ab, die direkt am Strand stehen. Da man diese aber natürlich im Rücken hat, wenn man aufs Meer schaut, war es gar nicht so schlimm. Grundsätzlich ist dieser Strand gerade mit Kindern wirklich empfehlenswert, da er über einen feinen Sandstrand verfügt und flach ins Wasser führt. Abends ließen wir den ereignisreichen Tag dann in Santa Eularia in einem indischen Restaurant ausklingen.

Cala de Sant Vicent

Habe ich euch schon etwas Lust auf Ibiza gemacht? Den zweiten Teil unseres Urlaubs bekommt ihr bald zu lesen.


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