Lena Lieb


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Kennt ihr das: ihr seid auf der Suche nach Kindermode, die fair produziert wird, Bio-Qualität besitzt, aus angenehmen Materialien besteht und dann auch noch schön ist? Gibt es nicht, denkt ihr jetzt bestimmt. Dass es aber doch möglich ist, all diese Eigenschaften in einem Produkt zu vereinen, zeigt das Berliner Label Lena Lieb.

Um euch die wunderschöne Kollektion vorzustellen, habe ich mit Lena ein Interview geführt.

 

M: Liebe Lena, vielleicht möchtest du dich kurz vorstellen und etwas zu deinem beruflichen Werdegang sagen.

Ich habe mein Handwerk von der Pike auf gelernt. Nach meiner Ausbildung zur Schneiderin habe ich als Gesellin gearbeitet. Danach studierte ich Modedesign und reiste durch die Welt. Nach Stationen u.a. in Antwerpen, bei Hugo Boss in Metzingen und einem Designerjob in Russland wurde mir diese Art zu leben aber zu stressig.

Ich begann an der HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin mit den Modedesignstudenten im Labor Textile Flächengestaltung zu arbeiten. Und dann kam meine Tochter und die Babypause.

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Das ist ein ganz schön aufregendes Leben. Du warst ja richtig verankert im Modezirkus. Wie bist du dann auf die Idee gekommen, ein eigenes Label zu gründen?

Seit meine Tochter auf die Welt kam, war ich immer auf der Suche nach schönen Kindersachen, die Bio sind, aber nicht typisch „bio“ aussehen. Außerdem wollte ich gerne Kleider aus Materialen wie Wolle oder Seide. Hier gab es auf dem bestehenden Markt keine Angebote für Kinder.

Also erstellte ich einen Businessplan und gründete im August 2013 mein eigenes Label Lena Lieb.

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Welche Aspekte sind dir bei deinen Entwürfen besonders wichtig?

Das größte Augenmerk lege ich darauf, dass meine Materialien Bio-Qualität haben und einen möglichst regionalen Ursprung haben, um unnötige Transportwege zu vermeiden.

Außerdem sind alle Betriebe, mit denen ich zusammenarbeite, GOTS (Global Organic Textile Standard, Anm. d. Red.) zertifiziert. Die Lieferanten habe ich vor allem über Verbände wie den IVN (internationaler Verband für Naturtextilien, Anm. d. Red.) gefunden. Diese Vorarbeit hat ein ganzes Jahr in Anspruch genommen.

 

Du machst dir richtig viel Arbeit damit, die richtigen Materialien und Lieferanten auszusuchen. Wie produzierst du deine Kleider?

Ich versuche den Produktionsprozess so weit es geht selbst zu übernehmen. Ich entwerfe die Schnitte und Drucke. Der Stoff wird extra für mich von meinen Lieferanten gestrickt und nach meinen Wünschen gefärbt. Ein Siebdrucker bringt das individuelle Muster auf den Stoff. Das Nähen übernehme ich komplett. Ich bin eine Macherin, ich brauche das Haptische!

Die handgestrickten Teile werden von älteren Damen oder berufsunfähigen Frauen gestrickt. Ich habe mir mittlerweile ein kleines Netzwerk gebildet und gebe nur meine Vorstellungen und manchmal eine Zeichnung oder ein kleines Strickmuster mit. Die Modelle in der Technik übernehmen die Frauen selbst. Das sind Profis!

Modell für meine Kleider ist übrigens meine kleine Tochter. Daher haben meine Kleider eher schmale Schnitte, verfügen aber über lange Ärmel und sind insgesamt etwas länger, damit sie auch im Winter den Rumpf gut bedecken.

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Da du deine Tochter erwähnst: darf sie bei neuen Entwürfen mitentscheiden?

Meine Tochter inspiriert mich immer – bei jeder Kollektion!

Bei jedem Entwurf für ein neues Muster spielen Erinnerungen an besondere Momente mit ihr eine Rolle. Sie malt mit und äußert schon mal den ein oder anderen Wunsch. In der aktuellen Kollektion stammen beispielsweise die Eier von ihr – nach denen ist sie regelrecht verrückt!

 

Ein eigenes Label ist ganz schön viel Arbeit. Ein kleines Kind aber auch. Wie organisierst du deinen Alltag?

Das ist tatsächlich ganz schön anstrengend, vor allem, wenn man wie ich noch einen weiteren Job hat. Aber ein gutes Zeitmanagement und viel Planung machen es machbar. Und die ein oder andere Nachtschicht.

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Was planst du in nächster Zeit für dein Label und was erträumst du dir für die Zukunft?

Im Moment ist die Sommerkollektion 2015 in Arbeit. Ein bisschen kann ich da schon verraten: Es wird neue Drucke geben und die Muster werden einen farbigen Untergrund bekommen.

Auf lange Sicht möchte ich natürlich gerne meinen Shop und mein Label ausbauen. Ich bin jetzt schon in Ländern wie der Schweiz, Österreich, Holland, Belgien und Italien aktiv. Es wäre schön, wenn sich dort das Geschäft noch etwas steigern würde und ich langfristig mein Label zu einem Vollzeitjob ausbauen könnte.

 

Liebe Lena, vielen Dank für das nette Interview. Ich drücke dir die Daumen für dein tolles Label!

Übrigens: es gibt gerade eine Preisreduzierung von 20% auf alle Lena Lieb-Teile!!! Also schnell zuschlagen!

Und Oma und Opa brauchen ja auch noch eine Idee für den Weihnachtsbaum…

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2 Gedanken zu “Lena Lieb