Warum wir uns gegen ein zweites Kind entschieden haben


zweites Kind

Sonntag morgen. Wir hatten eine ruhige Nacht. Der kleine Mann war früh im Bett und wurde nur einmal kurz wach. Wie in den letzten Monaten auch haben wir ihn dann zu uns ins Bett geholt.

jetzt liege ich da und beobachte meinen Jungen beim Schlafen. Wie er sich an seinen Papa kuschelt, im Schlaf ein bisschen schmatzt und dabei schon so groß aussieht, obwohl er doch erst zwei Jahre alt ist. Die Zeit vergeht so schnell! Und dann kommt mir die unvermeidliche Frage in den Kopf: wollen wir das alles nur einmal erleben oder ist es vielleicht doch Zeit für ein Geschwisterchen?

Natürlich fängt man irgendwann an, sich über dieses Thema Gedanken zu machen. Und natürlich haben mein Mann und ich uns schon darüber unterhalten. Vor der Schwangerschaft waren wir uns eigentlich ziemlich sicher, dass zwei Kinder toll wären. Sie könnten miteinander spielen, auch die Vorstellung von von Familienausflügen zu viert fanden wir toll.

Dann kam der kleine Mann zur Welt. Die Geburt war toll, die Wochen und Monate danach nicht so sehr. Wir hatten ein richtiges Schreibaby, die Nächte sind bis heute noch sehr anstrengend (von Durchschlafen keine Spur). Ich war mehr als einmal kurz vor dem Nervenzusammenburch. Eigentlich war nichts so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ohne Unterstützung der Großeltern wäre es mit Sicherheit noch schwieriger gewesen.

Aber wir haben uns irgendwie durchgeschlagen und es wurde doch von Tag zu Tag besser. Und ganz langsam wurden der kleine Mann und ich ein richtig gutes Team. Seit er sprechen kann, ist natürlich auch die Verständigung wesentlich einfacher.

Trotzdem merke ich immer wieder, wie sehr er mich an meine Grenzen bringt. Ich war früher viel und gerne alleine. Ich konnte ganze Tage einfach nur mit mir verbringen, lesen oder nachdenken ohne auch nur ein Wort mit jemandem zu reden. Jetzt ist immer jemand da. Und nicht nur das. Dieser kleine Jemand ist gerne laut und geräuschvoll. Er spricht für sein Alter schon sehr gut und tut das gerne den ganzen Tag. Alles, was er tut, wird von Geräuschen begleitet. Und auch, wenn sich das jetzt für viele blöd anhört: es strengt mich unwahrscheinlich an.

Generell finde ich es nach wie vor sehr anstrengend, für diesen kleinen Menschen ständig verantwortlich zu sein. Das betrifft nicht nur die Dinge, wie Arztbesuch oder die passende Kleidung für das entsprechende Wetter. Es geht eher darum, dass ich versuche, ein Vorbild zu sein. Ich möchte ihm nichts verbieten, was ich mir selbst erlaube und glaube, dass er am besten lernt, indem er eine Bezugsperson hat, die so handelt, wie es wahrscheinlich am besten ist. Aber ich empfinde es als ganz schön großen Druck. Und ich glaube, dass ich diese Verantwortung nicht auch noch für ein weiteres Kind tragen möchte.

Ich weiß, gegen all diese Aussagen gibt es ganz viele Gegenargumente. Und wahrscheinlich sind sie alle richtig. Und weil ich das weiß, habe ich nochmal in mich hineingehört. Ich glaube das wahre Argument, warum wir uns gegen ein Geschwisterchen entschieden haben, ist, dass wir uns als Familie einfach komplett fühlen. Und das ist doch eigentlich etwas Positives!


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40 Gedanken zu “Warum wir uns gegen ein zweites Kind entschieden haben

  • NadineM

    Liebe Mausemama,
    bist du ich? ;-)
    Genauso geht es mir. Ich kann auch gut und gerne allein sein, und eben das, das Alleinsein, fehlt mir auch.
    Natürlich würden wir unsere Mäuse und Rüben niiieee wieder hergeben, aber es auch so wie du schreibt: man ist immer zu zweit, vor allen Dingen mit dem Kopf (Sorge, Orga, Zeit). Ich dränge den Mann schon, ob er nicht mal übers Wochenende mit dem Kind zelten fahren mag…
    Ich finde es schwer, von der Babyzeit Abschied zu nehmen (sie wird 4). Ich hatte kein Schreibaby, sie war ein Anfängermodell ;-). Mir fehlt diese Zeit, es ist immer ein bißchen Wehmut im Herzen, wenn ich sehe, wie sie jeden Tag größer und selbständiger wird. Da drängt sich der Gedanke nach Nummer 2 auf….aber genau wie du komme ich auch so schon an meine Grenzen, und ich würde viiele schöne Sachen mit zwei Kindern nicht mehr machen (allein verreisen zum Beispiel). Ich traue mir das nicht zu. Wir haben vor Ort keine Familie, also nur wenig Entlastung, wenn es mal brennen sollte. Viele Zweikindeltern lächeln darüber, vielleicht ist man dann eher nervlich abgehärtet und wächst mit seinen Aufgaben?

    • Mausemama Beitragsautor

      Man wächst ganz bestimmt mit seinen Aufgaben! Aber wenn es doch nicht so ist, dann ist es doch für alle Beteiligten blöd. Wir fühlen uns zu dritt wirklich gut und ganz langsam kommen ja auch ein paar Freiräume zurück. Und wie du sagst, mit einem Kind “traut” man sich doch ganz andere Dinge, wie eben Reisen. Darauf möchte ich nicht verzichten, auch wenn sich das vielleicht egoistisch anhört.
      Ohne Großeltern ist es natürlich noch viel schwieriger. Ich hoffe, dass ihr wenigstens ab und zu einen Babysitter nehmen könnt, um doch mal ein bisschen Zeit ohne Kind zu haben.

  • Kristine

    Oh, das klingt sehr bekannt! Wir haben uns zwar noch nicht definitiv gegen ein zweites Kind entschieden, aber unser Sohn war, nachdem wir 3 Jahre auf ihn warten mussten, auch ein sehr unruhiges Baby (viel geweint, wenig geschlafen) und ich empfand die Babyzeit als sehr, sehr anstrengend. Jetzt ist er 3 und immer noch sehr aktiv, plappert viel und will ununterbrochen Aufmerksamkeit. Das ist natürlich nicht ungewöhnlich, aber ich habe das Muttersein sehr unterschätzt. Und genau wie du war ich früher auch gerne allein und mag es gerne ruhig, das macht die Sache nicht leichter! Außerdem habe ich meinem Gefühl nach viel zu oft “Rabenmuttermomente” (werde laut und schimpfe, bin ungeduldig usw) und frage mich, ob ich meinen “Job” überhaupt gut mache. Wie du sagst, man hat eine enorme Verantwortung.
    Und fast jedes Mal, wenn wir einen Supertag hatten und ich denke: “Ach, ein Brüderchen oder Schwesterchen wäre doch ganz nett!”, kommt kurz danach ein absoluter Sch…tag, an dem ich mir sage: “Nee, für mich echt kein zweites Kind!” Ich muss noch mal in mich reinhören, ob meinem Gefühl nach unsere Familie so komplett ist. Ich glaube: ja!
    Lieben Gruß aus Holland,
    Kristine von Importkaaskop

    • Mausemama Beitragsautor

      Liebe Kristine,
      genauso ist es! Ich glaube auch, dass das Schwierigste die große Verantwortung ist, die man für diesen kleinen Menschen hat. Und zweimal Verantwortung kann und will vielleicht nicht jeder tragen.
      Ganz liebe Grüße nach Holland!

  • betsi

    Liebe Nina, dein Text ist wirklich sehr persönlich und geht mir heute sehr nahe.
    Ich habe gerade eine super anstrengende Zeit mit dem Ende des Semesters und einem ziemlich kranken Kind… Als ich schwanger wurde, wussten wir gleich, dass wir uns eigentlich eine Vierer-Familie vorstellen. Und grundsätzlich tue ich das immer noch. Aber ich wusste schon bevor ich schwanger wurde, was mich erwarten würde, dass ich um jede me-time kämpfen müsste und mich als Person ziemlich zurückstecken müsste. Und ich wusste, dass ich nicht der Mutti-Typ bin. Jetzt, nach über einem Jahr, merke ich, wie sehr ich doch Mutti bin und wie sehr ich meine Familie liebe. Und ich hatte auch schon genug me-time, bzw selbst mein Studium bedeutet ja me-time. Wenn ich mir aber jetzt vorstelle, dass da noch ein zweites kleines Wesen ist, das auch krank ist, dass mich kratzt und den ganzen Tag wimmert, dann weiß ich, dass ich noch lange nicht für ein zweites Kind bereit bin.
    Ich hoffe, dass es gerade nur an der blöden Phase liegt und dass sich alles einfach im Laufe der nächsten Woche bessert…
    Wie dem auch sei, ich verstehe sehr gut, warum ihr bei eurer Dreier-Familie bleibt und damit glücklich seid :)

  • Katarina

    Mir geht es mit dem “allein sein” genauso. Es gibt Tage an denen ich das dauergeplapper auch nicht leiden kann. Gestern war so ein Tag, da machte es mich wahnsinnig.

  • Nadine (Zwischen Windeln und Wahnsinn)

    Ach, ich kann Dich gut verstehen. Es ist so, als hättest Du über meinen Sohn geschrieben. Ein Schreibaby, 7 lange Monate, jetzt eine Quasselstrippe und mit seinen nicht mal zwei Jahren immer sehr geräuschvoll und gerade auch sehr emotional. Lange habe ich gesagt, ich will auf keinen Fall ein zweites Kind, weil ich einfach zu oft an meine Grenzen komme. Mich ließ der Gedanke trotzdem unterschwellig nie los, und so ist Kind Nr. 2 jetzt unterwegs. Ich habe großen Respekt vor dieser Aufgabe, aber letztendlich wird die schwierige Zeit vorbei gehen und mein Sohn hat dann immer jemanden an seiner Seite. Das war es, was uns am Ende wichtiger war. Ich bin gespannt wie es wird! Aber ich kann Deine Entscheidung dennoch gut verstehen.
    Liebe Grüße, Nadine

  • WürstchensMutti

    Mein Sohn ist 10 monate alt und ich will unbedingt noch ein Kind, wobei ich ziemlichen Respekt davor hab was mich bei meinem ersten Würstchen noch erwartet. Das ist aber das erste mal in meinem Leben, wo ich wirklich 100% weiß was ich will. Das find ich richtig toll.
    Genauso super finde ich es, dass ihr euch komplett fühlt und zu dritt bleiben wollt. Es ist doch das schönste was es gibt, wenn man herausgefunden hat was man will.

  • Susanne

    Hallo! Auch bei uns spukt immer wieder mal das 2. Kind im
    Kopf herum, aber meine Tochter ist nun 3,5 und war und ist ein sehr anstrengendes Kind ( nicht negativ anstrengend) schreikind gewesen und extrem schlechter Schläfer , sie wird auch jetzt noch jede Nacht 2-3 mal wach…. Mein Mann hat einen anspruchsvollen Job und ist nicht so oft mit Zeit daheim und kann mich nicht wirklich unterstützen…. Meine Familie wohnt weiter weg, hab hier nur die SchwiMa, die so einmal die Woche nachmittags ein par Stunden auf die Kleene aufpasst… Das wars… Keine Nacht, kein Wochenende kein Abend …. Bin oft genug auf dem Zahnfleisch gekrochen… Nun kann meine Tochter sich besser verständigen und hat auch etwas mehr ,, verstand” wenn man etwas erklärt und wird selbstständiger…. Und nun das ganze von vorne?? Ich hab Angst dass ich 2 Kindern nicht gerecht werden kann… Auch wenn ich manchmal schon gerne noch ein geschwisterchen hätte glaub ich zu ich keinem einen Gefallen damit…. Da ich schon Mitte 30 bin wird das bald eh schwieriger mit dem Kinder kriegen… Und wenn meine Tochter 10 ist, will und kann ich dann wirklich nochmal das ganze packen wenn das 2. Kind genauso wird sie sie??

    • mourek

      Hallo,
      die Angst, unser 2. Kind könnte so sein, wie unsere Erstgeborene, hatten wir auch. Sie hat die ersten 10 Monate nur geschrien und sehr wenig geschlafen. Mit 2,5 schlief sie immer noch nicht durch. Tut sie heute, mit fast 6, eigentlich auch noch nicht. Ihr Bruder, der jetzt 3 Jahre alt ist, ist ganz anders. Der hatte als Baby auch so seine Probleme (Bauchschmerzen und Probleme mit dem großen Geschäft bis zum Krankenhausaufenthalt), aber er ist ein Kämpfer und schläft ab seinem 6 Lebenstag durch!
      Mittlerweile spielen sie schön miteinander, das bedeutet kleine “Kinderpausen” für mich. Sie streiten natürlich auch, aber sie schlafen auch seit geraumer Zeit zusammen in einem Zimmer und das bedeutet kinderfreies Schlafzimmer und trotzdem ruhige Nächte.
      Und jetzt können wir auch schon mehr unternehmen (auch alleine zu dritt, wenn der Papa, wie so oft, arbeiten muss), weil der Kleine auch schon recht selbstständig ist, die Große sowieso.
      Ich bin froh, dass wir uns nicht “abschrecken” haben lassen und uns FÜR ein Geschwisterchen für unsere Große entschieden haben. Aber Bammel hatten wir und wie! Aber ich bin ein Einzelkind und wollte das meine Tochter nicht nur im Kiga oder in der Schule oder am Spielplatz jemanden in ihrem Alter hat, sondern auch daheim.
      Die erste Zeit mit Kleinkind und Baby ist freilich anstrengend, aber da die Zeit so rennt, geht das eh schnell vorbei. Und es ist auch wirklich so, beim Zweiten Kind ist alles irgendwie leichter.
      Also vor dem zweiten Kind braucht ihr keine Angst zu haben. Eher dass das erste eifersüchtig werden könnte auf den Neuankömmling. Aber das bekommt man mit etwas Geschick auch hin. LG

      • Caro

        Genauso ging es uns auch. Wir hatten auch ein Schreibaby beim ersten Kind und sie ist immer noch kein ruhiges Mädchen. Aber die Entscheidung für das zweite Kind war auf jeden Fall richtig. Die Große, die mittlerweile sechs ist, geht total in ihrer Rolle auf. Sie spielt ganz viel mit ihrer Schwester (2,5 Jahre) und zeigt ihr ständig neue Sachen. Dadurch ist es fast anstrengender, wenn sie nicht da ist.

        Sie hatte große Probleme in der Schwangerschaft, was dann sein würde. Nachdem sich ihre Ängste aber als unbegründet herausgestellt haben und sie festgestellt hat, dass die kleine Schwester sie anhimmelt, wollte sie noch mindestens fünf weitere Geschwister.

        Nachdem ich auch Einzelkind bin, wollte ich definitv nicht nur ein Kind. Es ist richtig schön zu sehen, was Geschwister füreinander bedeuten und welche wichtige Rolle sie spielen.
        Die Kleine bekommt zwar nicht die Sonderbehandlung wie die erste. Aber dafür hat sie ständig Unterhaltung und immer einen Spielgefährten.

        Das ist vielleicht auch noch ein Punkt für das zweite Kind. Ich finde die Aufmerksamkeit lenkt sich nicht mehr nur auf die Eltern, weil ja das große Geschwister da ist und für das zweite Kind auch eine große Bedeutung hat. Dadurch gewinnt man wieder mehr Zeit (nach dem erten harten Jahr). Man selbst lernt ja auch und dadurch wird das zweite wesentlich schneller selbstständig.
        Also nur Mut , aber ich kann gut verstehen, wenn man doch Angst hat. Lg

  • Lena

    Ja, auch ich kann dich sehr gut verstehen. Für mich stand immer fest, dass ich zwei Kinder will. Und dann kam Lotti… Die Schwangerschaft verlief gut, die Geburt war der reinste Horror. So etwas noch einmal erleben müssen?! Nie im Leben! Zum Glück war und ist Madame das reinste Anfängerbaby(-Kind). Sie hat kaum geschrien, war meistens zufrieden und man hatte das Gefühl, man kann nichts verkehrt machen. Also eigentlich perfekt. Und trotzdem… Unser Lottikind ist zwar unkompliziert, aber sehr sehr lebhaft und wissbegierig. Sie fordert eine Menge von uns (und auch anderen) ein. Sie will immer alles wissen und ist ständig in Bewegung. Schon sehr früh wollte sie alles allein machen. Während andere Kinder Mama, Papa, Auto, Bus zu sprechen lernten, waren Lottis erste Worte “Mama, Papa, ich, allein!” Und das ist bis heute so geblieben. Es verlangt uns viel Kraft ab, ihr immer das gewisse “Input” zu geben und sie so zu fördern und auch zu fordern, so wie sie es braucht. Sie ist also praktisch schon wie zwei Kinder.
    Dazu kommt eben auch noch, dass man eben nie allein ist. Man ist immer Mama. Egal wann. Und auch das zerrt an den Nerven und Kräften. Besonders nachts, wenn man völlig zerschlagen und kaputt nach einem 10-Stunden-Arbeitstag ins Bett fällt und man dann mitten in der Nacht nach 2 Stunden schlaf wieder aufwacht, weil man am äußersten Bettrand liegt und permanent zwei kleine Füße im Rücken spürt und man nicht mehr einschlafen kann. Oder man einfach nur mal 10 Minuten entspannt in die Badewanne will, OHNE Kindergeschrei. Natürlich liebe ich meinen Zwerg und kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Aber ich bin eben auch immer noch Frau. Eine, die auch gern mal wieder ein bisschen mehr “Me-Time” haben möchte, als die morgendlichen 10 Minuten unter der Dusche, während der Zwerg noch schläft.
    Eine, die wieder ihren eigenen Freiraum haben möchte, Freiraum und Freiheit selbst, und ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, entschieden kann, was und wann sie etwas tun möchte.
    Und während ich das hier so schreibe, wölbt sich mein Bauch und kleine Tritte von innen folgen. Ich bin im 8. Monat schwanger und bald wird Madame Nr. 2 unser Leben auf den Kopf stellen. Obwohl ich mir ein zweites Kind bis dato nicht (mehr) vorstellen konnte und sich ach immer wieder leise Zweifel einschleichen, kam eine Abtreibung nie in Frage und irgendwie werden wir das schon schaukeln.

    • mourek

      Genau, das schafft ihr schon. Die große wird sich bald auch mehr und mehr mit ihrer Schwester beschäftigen und wenn die Kleine in ein Paar Jahren so weit ist, werden die zwei die Mama wegschicken, weil sie alleine spielen wollen…

    • Monique

      Das hast du so toll geschrieben Lena. Ich hab jetzt echt Pippi in den Augen. Albern, nicht!? Da liest man deinem Text und denkt sich: Okay, sie sieht es wie Mäusemama. Und zack: ….kleine Tritte von innen folgen.

      Alles Gute für eure Bald-Vierer-Familie. Ihr werdet das schon meistern.

      Liebe Grüße von einer Mama die gefühlsmäßig auch noch nicht mit einem zweiten Herzchen abgeschlossen hat aber auch ganz viel Angst und Respekt davor hat.

  • Unicorn

    Wow ich glaube du hast meine Gedanken geklaut und aus meinem Mädchen einen Jungen gemacht!! :D (sie ist 22 Monate)

    Seit ihr euch wirklich sicher? Bei mir steigt der Wunsch nach einem zweiten immer mehr… vor einem Jahr habe ich jeden ausgelacht der mich nach einem zweiten gefragt hat :P
    Die Nächte sind noch immer sehr hart… 3-5x in seltenen guten Nächten… aber wer weiß… irgendwann muss es ja besser werden und das ist es auch definitiv schön geworden!

    Das allein sein fehlt mir aber auch :( mal einen Tag auf der Couch verbringen und nichts tun… das wärs!! aber mein Gewissen macht da nicht mit… ich kann sie schwer abgeben und sie ist auch sehr auf mich fixiert!

    aaaaber wie hoch ist die Chance, dass unser 2. Kind wieder ein anspruchsvolles 24h Baby/Kind wird?

    wenn man es nur vorher wüsste ;)

  • Katrin

    Sehr schön geschrieben :) Ich finde es sehr schade, dass in der heutigen Zeit ein Riesendruck auf Mütter gelegt wird. Alles soll gut und perfekt sein, jedem Kind musst du zu jeder Zeit gerecht werden, alles will man “richtig” machen und bei den ganzen Anstrengungen geht die Leichtigkeit (und damit ein großer Teil der Freude) des Mutterseins verloren. Mit einem Kleinkind ist es sehr anstrengend. Wer etwas anderes erzählt, hat entweder die Ausnahme eines Musterkindes oder vergessen wie es war…. Aber die Kids werden größer. Wir haben 4 (inzwischen Teenager) und ich fand es beim ersten Kind auch deshalb am anstrengendsten, weil er aus Mangel an Spielgefährten fast ständig “bespaßt” werden musste. Als Sohnemann ein Brüderchen hatte, spielten sie zusammen und die kleine Schwester hat schon begeistert in der Wippe im Kinderzimmer gestanden und zugeschaut. Mit bissel Organisation schafften wir es öfter, dass z.B. jeder am gleichen Nachmittag bei einem Schulfreund spielt und ich “frei” hatte oder dass mein Mann die Kinder am Wochenende übernahm und ich einen oder 2 Tage weggefahren bin.

  • Edita

    Das ist wunderbar zu lesen…denn oft habe ich das Gefühl, allein dazustehen mit meiner Entscheidung für “nur” ein Kind. Es tut gut, zu hören, dass es anderen auch so geht.

    Ich bin Erzieherin aus Leidenschaft, konnte mir aber nie eigene Kinder vorstellen…als ich dann den Wunsch verspürte, endlich selber Mutter zu werden, hat es lange Zeit nicht geklappt. Als es dann endlich soweit war, waren mein Mann und ich unsagbar glücklich und dankbar.
    Dann kam der Tag der Geburt und nichts mehr war so wie zuvor…nichts war aber auch so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Vor allem aber hatte ich alles andere als Muttergefühle.
    Diese Gefühle kamen sehr lange Zeit nicht; ich hatte eher das Gefühl, dieses kleine Menschlein ist mir fremd.
    Zudem war sie ein Schreibaby (wahrscheinlich waren das ihre Hilfeschreie, weil sie mich sonst nicht erreichen konnte.)
    Monate später musste ich mir eingestehen, dass es so nicht weitergehen konnte und entschied mich für therapeutische Hilfe. Ich musste lernen, eine gute Mutter zu werden.
    Das war und ist ein harter und steiniger Weg und ich kämpfe jeden Tag aufs Neue.
    Aber es lohnt sich – jetzt sind meine Tochter und ich ein super Team, ich möchte sie nicht missen. Sie ist mein großes Glück.
    Und klar, es hat sich alles eingespielt und wurde immer einfacher, v.a. weil unsere Tochter sehr früh zu sprechen begonnen hat, was es gerade mir persönlich ungemein erleichtert hat.
    Da stellte sich irgendwann auch die Frage, ob wir uns ein weiteres Mal daran wagen, Eltern zu werden.
    Mein Mann hat sich anfangs noch eines gewünscht, aber ich wollte nicht mehr schwanger werden.
    Vielleicht aus Angst davor, wieder in ein Tal der Tränen zu fallen und dann nicht nur dem neuen Baby, sondern auch meiner großen Tochter nicht mehr gerecht zu werden.
    Und von außen immer wieder die nervige Frage: “Na, wann kommt das Zweite?”
    Aber nach genauerem in uns hineinhören, waren wir uns einig: Wir sind glücklich so wie es ist.
    Und das ist das Einzige, was zählt!
    Unser Kind ist umgeben von vielen liebenden Menschen – im Freundeskreis haben die meisten Paare 2 oder 3 Kinder und mit all denen hat sie viel zu tun und genießt das Zusammensein mit den anderen Kindern. Sie ist mir aber sehr ähnlich und mag auch gern mal allein sein und genießt es, in ihr ruhiges Zimmer zurückkehren zu können.
    Klar hat sie niemand unmittelbaren, bei dem sie sich auch mal ausheulen kann und mit dem sie sich mal gegen die Eltern verbünden kann.
    Dennoch ist sie kein unglückliches, egoistisches Einzelkind.
    Man könnte jetzt sagen, sie kann es nicht beurteilen, sie kennt es ja nicht anders.

    und ich merke, ich rechtfertige mich schon wieder ;-)

    Egal, wie sich jemand entscheidet – alles hat seine Berechtigung, alles ist okay, solange die Beteiligten damit glücklich sind….und vor allem, solange die Kinder glücklich sind!

    DANKE, dass du dieses Thema angesprochen und mir aus dem Herzen gesprochen hast.

  • Katrin

    liebe Mausemama,
    Ich finde deinen Text super! Ich habe mich für Nummer 2 entschieden und würde die beiden natürlich nie wieder hergeben. Aber manchmal schleicht sich doch der Gedanke ein, wie viel einfacher es doch mit einem war. Der Mini wird 8monate, der große in 2Wochen 4Jahre. Man fängt halt nochmal komplett bei null an und irgendwie habe ich das doch ein wenig unterschätzt. Den Schlafmangel, das permanente “an der Mama kleben” oder die fehlende Freizeit. Wenn ich den Kleinen doch mal an Papa abgebe, kommt natürlich der Große. Logisch, er will ja auch mal was von mir haben.

    Sicher wird es einfacher wenn der Kleine etwas älter ist aber momentan ist es einfach recht anstrengend und ich kann jeden verstehen der sich gegen ein zweites entscheidet.

    Nicht falsch verstehen, ich liebe meine zwei Jungs trotzdem abgöttisch und würde sie um nix in der Welt hergeben wollen :)
    Ich gebe mich einfach der Hoffnung hin dass die beiden irgendwann miteinander spielen und sich selbst ab und an beschäftigen. Einer allein ist da ja dann doch eher auf die Eltern fixiert.

    Lg

  • Melle

    Wow. Schön zu lesen, das es auch anderen Eltern/Müttern so geht…
    Alle Freunde um uns herum haben mittlerweile das 2. Kind oder sind bereits mit dem 3. schwanger. Ich habe häufig das Gefühl, das ich mich rechtfertigen muss für unsere Entscheidung, bei einem Kind zu bleiben.
    Genau wie bei Euch, war mein Sohn lange ein Schreibaby. Die Nächte sind langsam etwas besser, aber wir haben immer noch unzählige unruhige Nächte. Und unser Sohn ist mittlerweile 3 Jahre alt.
    Er ist großartig und ich könnte mir ein Leben ohne unseren quirligen Sonnenschein natürlich nicht mehr vorstellen, aber die Kraft und die Zeit für ein Zweites fehlt mir einfach.
    Danke für Deinen Beitrag!

  • Tina

    Ich verstehe dich sooooo gut!
    Livias Geburt war schrecklich. Sie ist jetzt ein Jahr alt und natürlich verblassen einige Details, aber ich weiß genau, dass ich so etwas nicht nochmal erleben möchte. Für mich war es keinesfalls einer der schönsten Momente, sondern einer der schlimmsten.

  • Anja

    Hallo liebe Mausemama, über Facebook bin ich auf deine Seite gekommen und finde den Artikel sehr schön. Ich selbst bin nicht auf das Wort gekommen, sich “komplett fühlen”. Aber es beschreibt doch vollkommen unsere Situation. Unsere Maus ist inzwischen 15 Monate alt und ein absolutes “Vorbildkleinkind” und Wunschkind :-) Sie hat von Anfang an durchgeschlafen….ja wirklich von 19:30 – 7:00 Uhr ist sie in der Regel fest in ihrem Traumland. Das Stillen lief gut und bis auf den ein oder anderen Schnupfen (toi toi toi das es so bleibt) war sie bisher immer Gesund. Sie ist fröhlich, neugierig und einfach ein Sonnenschein. Wir genießen unsere gemeinsame Zeit. ;-) hätte jemand gesagt dass Babys auch so “einfach” sein können, das hätte ich nicht geglaubt. Aber trotzdem sind wir (zumindest bisher) der Meinung kein Geschwisterchen zu planen. Denn wir haben für uns entschieden, dass wir mit unserem Leben, so wie es jetzt ist, vollkommen zufrieden sind.
    :-) oder wie du es sagst, wir komplett sind.
    Vielen Dank für diesen schönen Bericht.

  • Sabine

    Hallo Mausemama,
    ich habe gerade deinen Artikel gelesen und kann deine Angst verstehen. Muss dir aber als Mama von zwei auch sehr aufgedrehten Kindern widersprechen. Natürlich hat man in den ersten 2-3 Jahren wenig bis gar keine Zeit für sich. Aber was sind schon 2-3 Jahre? Seitdem habe ich bedeutend mehr Zeit für mich als ich noch mit einem Kind hatte. Jetzt spielen die beiden schön zusammen, natürlich gibt es auch immer wieder Streit zu schlichten aber als der grosse noch alleine war musste ich immer eine Beschäftigung aus dem Hut zaubern und mit ihm spielen. Jetzt spielen sie zusammen und ich kann endlich wieder ein gutes Buch lesen oder einfach nur mit einem Kaffee auf der Terrasse sitzen. Das geht gar nicht wenn ich nur ein Kind da habe und für die beiden ist es auch toll, die haben so viel Spass miteinander soviel Unsinn würde mir garnicht einfallen :). Ich finde das solltet ihr bei Eurer Diskussion auch bedenken, zum Glück wir ja jedes Kinder irgendwann grösser ;).
    Cheers Sabine

  • meli

    Hallo an alle, mir geht es eigentlich genau so, ich hab schon schlechtes gewissen gegenüber meinem King wegen meinen Gedanken . Meine Sohn liebe ich über alles deswegen hab ich ja schlechtes gewissen weil er eigentlich ganz lieber junge ist, aber mich nervt eben alles er ist 4 und wie ihr sagt, liebte und liebe ich die freiheit und es macht mich nervös wennich die nicht habe wenn ich sie brauche. Habe depressiva genommen weil es mit zu viel wurde. Ich hasse mich das ich so bin und was das zweite betrifft naja ich bin in 8 monat ich habe mich auch immer gefragt ja oder nein. Mein Sohn hat mir leid getan das er allein bleibt, anderseits konnte ich es mir aber nicht vorstellen jetzt alles nochmal durch zu machen. Für mich kamm es aber nie in frage abzutreiben als ich es erfahren hab, ich denke mir irgendwie wir es schon Augen zu und durch. Ein dritters kommt auf jeden Fall nicht in frage. Ich hoffe einfach das mein mann mir jetzt mehr zu Hand gehen wird, weil er hat es bei den großen nicht so gemacht deswegen bin ich ja so kaputt und habe angst und Panik. Vielleicht mache ich mir auch zu viel Gedanken.

  • Uta

    Liebe Mausemama, liebe Tina, Katrin, Edita ………
    es ist wundervoll und zugleich anstrengend ein plapperndes Kind auf dem Weg ins Leben zu begleiten!
    Ich habe zwei Jungs auf den Weg gebracht (fast), ein Stückchen fehlt noch. Und wenn das Geplapper jetzt
    zu intensiven Gesprächen ausartet, ist es auch nicht immer einfach und entspannt, eher angespannt.
    Aber doch möchte ich keine Sekunde missen! Wenn die Kinder aus dem Haus sind, zieht genügend oder
    auch viel zu viel Stille ein. Genießt jeden Tag mit ihnen.
    Uta

  • Birgit Geistbeck

    Du sprichst mir aus der Seele, Mausemama. Auch ich (und mein Mann) wollten nach der Geburt unserer Tochter kein zweites Kind mehr.

    Ich habe ein großes Bedürfnis nach viel Zeit für mich. Und das hätte ich definitiv mit einem zweiten Kind nicht mehr stillen können.

    Unsere Tochter ist inzwischen 12 Jahre alt. Ich habe mir oft gedacht, ob das egoistisch von mir ist, dass sie als Einzelkind aufwachsen muss. Das denke ich mir manchmal jetzt noch.

    Aber als Mama von zwei Kindern wäre ich unerträglich geworden, das weiß ich.

    Unsere Tochter ist sehr gerne ein Einzelkind (das betont sie immer wieder), weil auch sie ihre Ruhe und das Alleinsein braucht. Und trotzdem sie ein Einzelkind ist, ist sie sehr sozial eingestellt (von wegen Einzelkinder sind egoistisch), mehr als manche Geschwisterkinder.

    Wenn ihr hinter eurer Entscheidung steht, ist sie auf jeden Fall richtig, egal was andere sagen.

  • Michaela

    Hallo:-)
    Ich erkenne mich in Deinem Text wieder. Wir wollten nie ein 2.Kind. Dann letztes Jahr der Supergau. Schwanger trotz Spirale. Nun sind wir 4, denn Abtreibung kam nie in Frage. Der Große ist 4 und der Kleine nun knapp 3 Monate. Großeltern in der Nähe? Fehlanzeige. Ich liebe meine Kinder. Beide. Intensiv. Von Herzen. Ich würde sterben für sie… Und trotzdem. Die kleinen erkämpften Freiräume, die man nun bei Kind 1 so langsam wieder erlangt hat, sind verpufft. Der Lärmpegel ist gestiegen, der Stressfaktor unweigerlich nach oben geschossen. Ich bete mir vor, dass es in ein paar Jahren wieder besser ist. Ich sage mir, gemessen an meiner gesamten Lebensspanne ist die Zeit mit Kindern, in der sie Dich so sehr brauchen, verhältnismäßig kurz. Wenn sie 12,14,17 Jahre dann alt sind, brauchen sie dich weniger, immer noch sehr, aber anders. Auch wenn es jetzt verdammt anstrengend ist, dieser Gedanke trägt mich. Mit 15 kommen sie wahrscheinlich nicht mehr kuscheln. Daher versuche ich es zu genießen. Geht nicht immer, aber oft. Aber ich hätte mich nie bewusst dafür entschieden, erneut schwanger zu werden. Ich kann Dich sehr gut verstehen!
    Liebe Grüße

  • Susi

    Liebe Mausemama,
    ein wirklich schöner Text. Das mit dem Allein-Sein kenne ich auch zu gut. Mein kleiner Mann (2,5) hatte mir auch einen schweren Start ins Mutterleben gemacht. Erst hatten die Ärzte verdacht auf Trisomie und dann kam er auch noch 5 Wochen zu früh. Vielleicht nicht lebensbedrohlich, aber für mich die Hölle. Zumal er ein totales Wunschkind war. Dann später schrie er viel und ist auch heute noch sehr tempramentvoll. Es gibt Tage an denen ich froh bin, wenn er endlich im Bett ist, damit ich “Feierabend” habe.
    Das größte Problem bei einem zweiten Kind ist die Zeit (aus meiner Sicht). Außerdem muss alles gut organisiert werden. Es muss für zwei Kinder geplant werden. Und genau aus den zwei Gründen haben wir uns entscheiden später ein zweites Kind zu bekommen – dann wenn das erst sowieso nicht mehr nur bei Mama und Papa sein will. Dann haben wir eben zwei Einzelkinder. Ich wünsche mir noch ein weiteres Kind, aber eben nicht jetzt!

  • K.B.

    Ich habe mir immer gesagt: so ein einfaches und unkompliziertes Baby wie das 1. es war, wird es wohl nie mehr geben im Leben und was anderes kann ich mir nicht vorstellen! Und nochmals eine Schwangerschaft mit vorzeitigen Wehen und Liegen mit einem Baby/Kind an meiner Seite, war unvorstellbar. Zudem wusste ich für mich: der Kinderwunsch für ein 2. Kind muss so stark sein, wie der Kinderwunsch für das 1. Kind.

    So vergingen die Jahre, alle um mich herum bekamen ihr 2. oder 3. Kind und wir hatten immer noch unser gewolltes Einzelkind. Niemand fragte mehr nach, weil für alle klar war, dass es für uns so stimmte! Nach 7 !!! Jahren passierte es: fast schlagartig verspürte ich den Wunsch nach einem 2. Kind. Ich war bereit! Nur, war es auch mein Mann? Nach ein paar Tagen mit diesem Wunsch in mir, sprach ich mit ihm und auch er konnte sich ein 2. Kind vorstellen. Es folgten 2 Fehlgeburten und dann endlich eine gesunde Schwangerschaft. Auch da musste ich Liegen, aber das 1. Kind war schon so gross, dass es zur Schule ging und dies nicht mehr ganz so schlimm war wie ich es mir vorgestellt hatte.
    so viele Jahre hätte ich nicht gedacht, dass wir doch mal eine 4-köpfige Familie sein werden, aber das ist das Beste, was wir machen konnten und wir sind glücklich dabei. Auch wenn beide Kinder mehr als 2 Jahre nicht eine Nacht durchgeschlafen haben……

    Ihr macht das Richtige. Hör auf Dein Bauchgefühl. Mit dem Kopf ist so eine Entscheidung schwer zu fällen. Viel Glück und vor allem Zufriedenheit für Dich und Deine Familie.

  • Babyvater

    Tja, so geht es auch mir! Ich bin Vater von einer dreieinhalbjährigen Prinzessin (im wahrsten Sinne des Wortes) und auch meine hat die ersten drei Monate durchgebrüllt. Das ist zwar viel besser geworden, aber Brüllen ist ihre Lieblingssprache – bis heute.

    Auf meinem Blog habe ich bereits das gleiche Thema versucht zu bearbeiten und nach Argumenten gesucht, wann man bereit ist für ein zweites Kind. Mein Fazit: nie!
    Danke für deinen Beitrag und LG
    Babyvater

  • Verena

    hallöchen,
    auch uns ging es mit dem Sohn so und auch ich bin gerne mal nur für mich.
    Und auch wir waren immer am grübeln, ob nun doch ein zweites oder nun doch nicht. Ist alles so anstrengend und teuer und einschränkend und noch weniger Zeit für mich….
    unser kleiner großer mann war 9 Monate alt, da hielt ich einen positiven schwangerschaftstest in der hand.
    Somit würde uns die Entscheidung abgenommen und ich bin wirklich froh darüber.
    Es war und ist eine sch… anstrengende Zeit, aber ich sehe zwei kleine Menschen zusammen aufwachsen, die so liebevoll zueinander sind und wissen, das ist meine Schwester/ mein Bruder und ich würd mein letztes Hemd für sie/ihn geben.
    Das füllt unsere Herzen mit ganz viel Wärme und Glück!

  • Nina

    Liebe Mausemama,

    vielen Dank für deinen Post und die positiven Kommentare, die er beschert hat. Bei uns gestaltet sich die Sache etwas anders, denn auch wenn unsere Maus eine ganz schlechte Schläferin war und noch ist, ist sie mit dreieinhalb mittlerweile aus dem Gröbsten raus und fragt ständig nach einem Geschwisterchen. So gerne würden wir ihr den Wunsch erfüllen. Allein, es tut sich nichts. Seit zwei Jahren. Mir persönlich tut es da gut zu lesen, dass sich viele Eltern bewusst für ein Einzelkind entscheiden. Es hilft mir, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass wir vielleicht eine Klein-Familie bleiben werden, aber damit auch sehr glücklich sein können.

    Nina

  • Micky

    Ich kann euch gut verstehen. Ich bin mit einem Bruder aufgewachsen und möchte diesen nicht missen. Wir haben ein gutes Verhältnis und das ist super. Von daher war mir immer klar, dass ich zwei Kinder möchte… Die erste Zeit ist wahrlich schwer. Als mein zweiter Sohn zur Welt kam, war er auch mit dem neunten Monat eigentlich nur krank. Bronchitis, Lungenentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung. Wie viele Nächte saß ich an seinem Bett? Wie viele Nächte habe ich gedacht, das schaffe ich einfach nicht mehr. Keine Minute Schlaf und mein Mann könnte mich weg der Arbeit kaum entlasten. Dann kam eine Muskelschwäche dazu. Er konnte und konnte nicht laufen. Erst mit 25 Monaten schaffte er es, die ersten Schritte zu machen. Es tat mir für ihn so leid. Er ist mein zweites Kind. Der Bruder war 2,5 Jahre alt als er auf die Welt kam. Die erste Zeit war wirklich sehr anstrengend mit Beiden. Aber im Nachhinein betrachtet war es zu schaffen. Und jetzt?
    Meine Kinder sind unglaublich. Sie machen mir so viel Freude und das ist das Schönste, was ich wirklich im Leben bekommen habe. Ich bin jeden Tag unglaublich dankbar für dieses Glück, dass ich jetzt auch noch ein drittes Kind bekommen habe. Die Jungs sind mittlerweile acht und sechs Jahre alt. Unsere kleine Prinzessin 1,5. auch diese Anfangszeit war sehr anstrengend und in der Stillzeit dachte ich wieder, das schaffe ich nicht. Aber man schafft es. Aus der Perspektive gesehen ist es dann nur noch “halb” so schlimm. Von daher Augen zu und durch. Die Kinder geben einem so viel zurück und es macht so viel Spaß… Es ist jedes Mal eine Angst gewesen – wird das Kind gesund? Schaffe ich die Geburt – passiert etwas? Mein Mann hat mich sehr gestützt in dieser Zeit und mir Vertrauen geschenkt. Ohne ihn hätte ich keine drei…
    Wir haben im Bekanntenkreis leider ein paar Paare die keine Kinder kriegen können. Und bekommen es hautnah mit, wie schwer es ist, dieses Glück nicht empfinden zu dürfen. Wenn ich manchmal müde bin (und das bin ich oft) und nicht mehr kann und denke, mir wird alles zu viel, dann denke ich daran und bin wieder dankbar für all den Stress und die Mühen. Aber jedes Kind und jeder Mensch ist anders… Viel Glück euch und bleibt gesund….

  • kerstina

    Ich fühle mich gerade so mies, bin gerade eine Rabenmutter, weil meine Nerven einfach mal wieder blank liegen…da tut es so gut solche Erfahrungensberichte zu lesen und es geht mir schon etwas besser.
    Ich bin mittlerweile Mutter von zwei Kindern. Piet mit 3 3/4 und Ida mit 6 Monaten. Ich habe mir nie ernsthaft die Frage gestellt, ob ich wirklich noch ein zweites Kind möchte, es war einfach so. Mein Mann musste ich schon überzeugen. Und nun wo Ida da ist, bin ich überglücklich, ABER auch über jede schwierige Phase und jeden neuen Schritt den Sie kann sehr froh.. Es ist so anstrengend!! Und es ist nicht besonderes los, es ist einfach nur der Alltag den es zu bewältigen gilt. Das Geschrei von Ida wenn ich Piet morgens in den Kindergarten fahren muss, ahhhh…..das Gefühl Piet nicht mehr ganz gerechte werden zu können, weil ich neben Ida auch eigene Bedürfnisse habe, weil mein Partner sich vernachlässigt fühlt, denn um 20 Uhr fallen oft mal meine Augen zu, damit ich den nächsten Tag irgendwie schaffe. Wenn ich schwangere sehe, dann denke ich als erstes: “wenn du wüsstest, wie anstrengend es ist!”. Ich schäme mich für meine Gedanken, aber es ist nun mal so. Oder auch der Gedanke, dass ich manchmal ein Kind weg hätte, eins reicht doch….
    Ich liebe sie über alles und würde sie natürlich nie hergeben. Aber an alle Eltern, die sich gegen ein zweites entscheiden: ich kann euch gut verstehen und beneide euch manchmal! Und ich finde, wenn sich das Gefühl des komplett Seins einstellt, dann ist es so und dann ist es das schönste Gefühl!!! Dieses Gefühl hat sich bei uns nun eingestellt und darum halte ich es durch mit dem jetzigen Wissen, dass alle schwierigen Phasen auch nur Phasen sind, das hält mich hoch ;) in diesem Sinne, euch alles Liebe!

  • Kris

    Toller Beitrag. Spricht mir aus der Seele, wobei wir uns noch nicht final entschiede haben. Am Anfang kam ein zweites Kind für uns nicht infrage. Mal gucken….zurzeit bin ich sehr zwiegespalten, weil ich auch irgendwie nicht nur noch Muddi sein möchte. In den ersten Babywochen hatte ich auch eine harte Zeit…ein Kind mit Kolliken, das viel geschrien hat, Gefühlschaos und die Trauer um mein altes Leben. Es hat eine Weile gedauert, bis ich in die Rolle reingekommen bin. Unsere Tochter macht viel Freude und war sicherlich auch nicht das anstrengendste Baby, trotz Schreiphase, aber trotzdem wünsche ich mir oft mein unbeschwertes Leben zurück. Die Verantwortung ist so krass. Auch ich kann mir mein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen, aber es ist doch normal, dass ma eine Weile braucht, um sich daran zu gewöhnen. Meine Leidenschaft waren immer Fernreisen…ich habe das geliebt und ich habe es als Ausgleich vom Job auch gebraucht….das vermisse ich sehr, denn das war immer ein ganz großer Teil von mir. Irgendwann geht das wohl wieder, wenn auch nie wieder so wie vorher…es ist eine große Sehnsucht, ein konstantes Fernweh. Mal gucken, was noch kommt…..und ob die Nummer Zwei noch kommt;)
    Einen Text zur Anfangszeit habe ich auf meinem Blog geschrieben…passt ganz gut zu vielen Beiträgem hier: https://nochmemuddi.wordpress.com

  • Doro

    Hab ich das geschrieben???;-))) ich finde mich so sehr in deinem Text wieder. So sehr ich meine 2 jährige Tochter auch liebe, ich sehne mich manchmal so sehr nach dem alleine sein. Einfach um mich zu regenerieren. Ich fühle mich schnell überfordert durch die ständige Verantwortung und das von morgens um 8 bis abends. Meine kleine macht nicht mal mehr Mittagsschlaf. Und deshalb möchte ich eigentlich kein zweites Kind. Dennoch bin ich mir nicht sicher. Vermutlich ist es die Gesellschaft die mich so unsicher macht. Was mir doch egal sein sollte. “Normal” sind ja 2 Kinder….für viele….Was ja in Wirklichkeit gar nicht so ist. Es gibt so viele Vorteile mit einem Kind und das nicht nur für mich sondern auch für das Kind. Gerade weil es die volle Aufmerksamkeit bekommt wird es nicht egoistisch oder sonst was, sondern genau das Gegenteil. Das wissen viele nur leider nicht. Einzelkinder sind eigentlich viel besser als ihr Ruf. Und ehrlich gesagt schneiden sie auch besser ab als Geschwisterkinder. Sich frei machen von allem und nur das Herz entscheiden lassen, ich glaube das ist am wichtigsten.

  • JennyT

    Wir haben ganz genau die gleiche Situation

    Unsere kleine hatte von vornerein nur Schwierigkeiten

    Brust verweigert
    Bauchschmerzen/Koliken
    Milch nicht vertragen und dann natürlich die ach so lieben Zähne

    Dazu das nicht schlafen wollen

    Ich war mehr als ein Mal am Ende

    Und trotzdem wünsche ich mir ein zweites Kind
    Zumindest wenn es gerade mal gut läuft in den Stunden wo ich ausrasten könnte bin ich mir nicht mehr so sicher

    Was wenn das zweite Kind auch so ist
    Was wenn ich nicht die neven habe von vorne anzufangen

    Mein Mann würde mit mir von vorne anfangen aber man merkt eigentlich ist er nicht sehr begeistert und eine finanzielle Sache ist das zweite Kind ja auch

    Ich bin hin und her gerissen weiß nicht weiter

    Vielleicht gibt es hier Mütter die das gleiche Problem hatten wie wir und sich dennoch FÜR ein zweites Kind entschieden haben

    War das zweite auch so wild
    War es das komplette Gegenteil

    Ich will nicht später bereuen KEIN zweites Kind bekommen zu haben

    Dass meine kleine zwar Unmengen an Spielzeug hat aber verloren in der Mitte sitzt und nicht weiß mit sich anzufangen

    Hilfe…